Gesundheitscheck für die Reise – abgesichert in den Urlaub

Je weiter Ihre Reise führt, je intensiver die körperliche Anstrengung im Urlaub ist, desto wichtiger ist es vorab zu prüfen, ob Sie die gesundheitlichen Voraussetzungen für die geplante Reise mitbringen. Für gewisse Reisearten und -ziele empfehlen wir deshalb einen Gesundheitscheck. So sollten Sie beispielsweise bereits für Wanderungen durch den Schwarzwald Ihren Impfstatus überprüfen lassen – auch das ist Teil der gesundheitlichen Überprüfung – und über eine FSME-Impfung nachdenken.

Der normale Gesundheits-Check-up, den die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen für Personen ab 35 Jahren bezahlen, ist dabei nicht gleichzusetzen mit einem reisemedizinischen Gesundheitscheck. Ersterer soll vor allem dazu dienen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen oder Diabetes frühzeitig zu erkennen und den Gesundheitszustand zu beurteilen. Insofern gibt er zwar einen allgemeinen Eindruck, ersetzt aber nicht spezifische reisemedizinische Untersuchungen. Wir erklären, worauf es bei einem Gesundheitscheck für die Reise ankommt und für welche Aktivitäten im Urlaub spezielle Untersuchungen notwendig sind.

Reisemedizinischer Gesundheitscheck: Das ist entscheidend

Für den Reisegesundheitscheck spielen vor allem Ihr Alter, die Frage nach akuten Erkrankungen wie einem grippalen Infekt und chronischen Krankheiten (z. B. Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Epilepsie, bestimmte Hauterkrankungen) eine wichtige Rolle. Zudem geben Sie an, wenn Sie regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen.

Frauen unterrichten den Arzt beim Gesundheitscheck, ob sie schwanger sind. Auch der Impfstatus wird überprüft. Bringen Sie also unbedingt Ihren Impfpass zum Gesundheitscheck mit. Denn für manche Länder werden zusätzliche Impfungen empfohlen, beispielsweise gegen Hepatitis, Cholera, Typhus oder Tollwut. Gegen Malaria ist ebenfalls eine Prophylaxe möglich.

Zudem ist die Art Ihrer Reise ausschlaggebend für den Gesundheitscheck. Denn für die Wanderung in den Anden müssen Sie fitter sein als für Spaziergänge am Chiemsee. Ein langer Flug verlangt Senioren mehr ab als eine Autofahrt mit regelmäßigen Pausen. Und natürlich stellt der Abenteuerurlaub in Mexiko die Gesundheit mehr auf die Probe als der Entspannungsurlaub auf Bali. Auch die Frage, ob das Hotelmenü, die Selbstversorgung beim Campen oder der Konsum einheimischer Spezialitäten in Vietnam Probleme bereiten kann, können Sie vorab abklären. Denn Nahrung und Hygiene haben ebenfalls Einfluss auf Ihre Gesundheit auf Reisen. Ihr Reisegesundheitscheck zieht alle Fakten rund um Ihren Urlaub und Ihre persönliche Konstitution in Betracht und gibt Ihnen so zusätzliche Sicherheit für Ihre geplante Reise.

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Spezialuntersuchungen beim Gesundheitscheck

Manche Aktivitäten stellen besondere Anforderungen an die Gesundheit. Dies gilt unter anderem für den Tauchsport oder das Bergsteigen im Hochgebirge:

  • Tauchen ist immer mit einem Risiko für die Gesundheit verbunden. Nicht nur vor dem ersten Tauchkurs oder nach einer längeren Pause ist es daher ratsam, die Tauchtauglichkeit überprüfen zu lassen. Auch wenn sie regelmäßig tauchen, sollten sich unter 40-Jährige alle drei Jahre und über 40-Jährige jährlich einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung unterziehen.
  • Je höher die Berge, desto atemberaubender das Panorama. Aber nicht jeder verträgt die dünne Luft im Hochgebirge, vor allem nicht in Verbindung mit der körperlichen Anstrengung des Bergsteigens. Vor einer Bergtour sollten Sie eventuell bei einem Höhentest checken lassen, ob Ihre individuelle Höhentauglichkeit für die geplanten Aktivitäten ausreicht. Lassen Sie sich auch dazu beraten, wie Sie sich vorbereiten können.

Beschwerden trotz Gesundheitscheck: Wann müssen Sie nach der Reise zum Arzt?

Überlegen Sie sich im Vorfeld eines Gesundheitschecks für eine geplante Reise auch, welche Dinge Sie von Ihrem Reisemediziner wissen möchten und stellen Sie einen Fragenkatalog zusammen: Impfschutz, Prophylaxe, Tipps zum Mückenschutz oder für die Reiseapotheke sowie Hinweise zur Hygiene und zur Ernährung sind mögliche Themen. Sprechen Sie zudem eventuell vor Reiseantritt ab, ob eine Nachuntersuchung nach Ihrer Rückkehr notwendig ist.

Hierbei gilt:

  • Bei Krankheitssymptomen und akuten Beschwerden innerhalb von vier Wochen nach dem Urlaub sollten Sie sich unbedingt untersuchen lassen.
  • Da die Inkubationszeit bei einigen Tropenkrankheiten auch mehrere Monate dauert, sollten Sie auch bei später auftretenden Krankheitssymptomen Ihren Arzt auf die Reise hinweisen.
  • Bedenken Sie, dass Fieber bis zu einem Jahr nach der Reise ein Anzeichen für Malaria sein kann.

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