Urlaub ohne Mücken: So mindern Sie das Infektionsrisiko

Juckende Mückenstiche braucht niemand. Infektionskrankheiten erst recht nicht. Speziell für Reisen in warme Regionen ist der Mückenschutz daher fester Bestandteil Ihrer Urlaubsplanung. Zumal Stiche in tropischen Regionen ein ernsthaftes Risiko für Ihre Gesundheit darstellen können. Gestochen werden Sie dabei von weiblichen Mücken, die alle drei bis vier Tage frisches Blut für die Produktion ihrer Eier benötigen. Als Wirt bevorzugen sie je nach Gattung Menschen oder Tiere, wobei einige Arten auch hin- und herwechseln und dabei Krankheiten von Tieren auf den Menschen übertragen können. Mit unseren Tipps für Reisen innerhalb Deutschlands, Europa oder den Tropen sorgen Sie vor und mindern das Risiko von gesundheitlichen Folgen.

Urlaub ohne Mücken in Deutschland

Abhängig von der Jahreszeit gehört Mückenschutz zu jeder Urlaubsplanung – auch bei Reisen innerhalb Deutschlands. Die in Deutschland verbreitete Culex-Mücke ist dämmerungs- und nachtaktiv, so dass zur Abwendung ihrer Bisse vor allem in den Abendstunden Mückenschutz aufzulegen ist. Aber auch tagsüber gibt es bei uns Mücken, die uns gefährlich werden können: Die Aedes-Mücke ist tagaktiv und stellt vor allem für Aktivurlauber eine Bedrohung dar.

Um sich auch in Deutschland rund um die Uhr vor Mückenstichen zu schützen, helfen folgende Tipps:

  • Tragen Sie die richtige Kleidung: Möglichst lang und hell sollte sie sein. Atmungsaktive Stoffe wie Leinen oder Baumwolle fühlen sich im Sommer angenehm auf der Haut an und bieten zusätzlich Schutz gegen aggressive UVA- und UVB-Strahlen.
  • Sprühen Sie unbedeckte Körperstellen mit Mückenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Icaridin ein. Die Wirkung hält bis zu acht Stunden an und hält nervige Stechtiere ab.
  • Bringen Sie an möglichst allen Türen und Fenstern geeignete Fliegengitter an, damit keine Mücken ins Schlafzimmer gelangen - auch am Urlaubsziel.

Urlaub ohne Mücken in Europa

Da sich die Insekten verstärkt in der Nähe von stehenden Gewässern aufhalten, können Sie für einen Urlaub ohne Mücken in entsprechenden Regionen immer entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. Das gilt sowohl für Urlaubsziele am Meer als auch für Ziele im Landesinneren an Seen oder Flüssen. In Skandinavien zum Beispiel ist die die Mückenzeit aufgrund kurzer Sommer zwar nicht allzu lang, es gibt aber viele Seen und somit viele Mücken. Das Beispiel zeigt: Auch wenn Sie in den vermeintlich kälteren Norden von Europa reisen, kann es nie schaden, einen entsprechenden Mückenschutz im Reisegepäck zu haben.

Besonders überraschend und wenig bekannt ist, dass in wärmeren Teilen Europas, wie in Frankreich, Spanien, Griechenland, der Schweiz oder Italien, mittlerweile die asiatische Tigermücke Einzug genommen hat. Die Mücke aus dem weit entfernten Osten kann unter anderem Dengue-Fieber übertragen. Auch wenn die Krankheit in Europa zwar nicht häufig auftritt, sollten Sie sich dennoch auch im Urlaub in der Toskana, am Mittelmeer, auf den Balearen oder an der Cote d’Azur vor Mückenstichen schützen. Auch das Zika-Virus ist inzwischen in Europa angekommen. Seien Sie vor allem auf Madeira und an der Schwarzmeerküste vorsichtig, tragen Sie in den Abendstunden lange Kleidung und verwenden Sie entsprechende Mückensprays.

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Urlaub ohne Mücken in den Tropen 

Tropische Mücken und Moskitos sind nicht nur nervig, sie können auch besonders gefährlich werden. In vielen tropischen Ländern übertragen Mücken Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber und Chikungunya-Fieber. Informieren Sie sich deshalb vorab, welche Krankheiten in der ausgewählten Region vorkommen – zum Beispiel bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin. In Malariagebieten ist ein wirksamer Mückenschutz allein nämlich nicht alles. Sie sollten sich darüber hinaus von Ihrem Arzt zur Malariaprophylaxe und zu Medikamenten für die notfallmäßige Eigenbehandlung (Stand-by-Therapie) beraten lassen. Ansonsten gilt:

  • Benutzen Sie ein Mückenspray mit dem Wirkstoff DEET – sowohl nachts als auch tagsüber und sowohl für Ihre Haut als auch auf Ihrer Kleidung. Malaria-Mücken sind zwar nachtaktiv, gegen andere Krankheiten wie das Dengue-Fieber ist Mückenschutz aber auch im Hellen wichtig.
  • Für Schwangere und Kinder unter drei Jahren empfehlen wir ein Moskitomittel mit dem hautverträglicheren Wirkstoff Icaridin.
  • Wer eine Dschungeltour unternimmt, sollte ein Kopfnetz oder einen Hut mit Krempe tragen, der Stirn und Nacken vor gefährlichen Mücken schützt.
  • Schlafen Sie unter einem Moskitonetz, das ausreichend groß ist und sich hinsichtlich der Maschengröße an den kleinsten Moskitos vor Ort orientiert, eine Luftzirkulation aber dennoch ermöglicht. Bestenfalls schläft jedes Familienmitglied unter seinem eigenen Netz.
  • Wenn Sie nicht sicher sind, dass Matratzen, Kopfkissen und Decken in Ihrer Unterkunft keine Bettwanzen, Flöhe oder andere Insekten beherbergen, sollten Sie einen insektenabweisenden Innenschlafsack benutzen.

Setzen Sie zur Mückenabwehr nicht auf natürliche Mittel

Verbraucherorganisationen weisen immer wieder darauf hin, dass alternative Mittel wie Teelichter, Zitronenmelisse-Pflanzen und Gartenfackeln, aber auch Ultraschallgeräte und UV-Licht-Fallen nicht zur Mückenabwehr taugen. In Risikogebieten kann es sogar gefährlich werden, sich auf solche Alternativen zu verlassen, da sie die Insekten nicht abhalten und daher das Infektionsrisiko steigt. Greifen Sie also lieber zu Repellentien – Mückenschutzsprays für Haut und/oder Kleidung – und anderen präventiven Schutzmitteln wie entsprechender Kleidung und Fliegenschutzgittern.

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