Verletzungsgefahr im Urlaub – immer richtig reagieren

Ein Umknicken beim Wandern, im Badeurlaub schneiden Sie sich an einem Felsen oder stürzen mit dem Mountainbike – auf Reisen sind kleine Unfälle nichts Seltenes. Andererseits muss nichts passieren, wenn Sie sich gewisser Verletzungsgefahren im Urlaub bewusst sind und entsprechend vorbereiten. Verletzen Sie sich doch, geben wir Ihnen die wichtigsten Tipps mit auf Ihre Reise. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wann die Verletzungsgefahr im Urlaub besonders hoch ist, welche Rechte Sie bei kleineren Unfällen im Hotel haben und wie Sie Ärger mit dem Arbeitgeber vermeiden, wenn Sie verletzt aus dem Urlaub zurückkehren.

Häufige Sportverletzungen im Urlaub –wie Sie vorbeugen und behandeln

Einmal beim Fußballspiel mit den Kindern ungünstig aufgetreten, im Sand beim Beachvolleyball schlecht gelandet – Gelenkverletzungen kommen beim Sport immer wieder vor, auch im Urlaub. Das ist unangenehm, aber kein Drama. Zumal Sie vorbeugen können. Wärmen Sie sich vor dem Sport immer auf, dehnen Sie sich ein wenig und lockern Sie die Muskulatur. Zusätzlich sollten Sie vermeiden, direkt nach dem Baden im kalten Meer dem Sporttrieb auf dem warmen Volleyballplatz zu folgen. So reduzieren Sie die Gefahr von Verletzungen der noch kalten Muskulatur.

Passiert dennoch einmal etwas, beenden Sie die sportliche Aktivität sofort und stellen das Gelenk ruhig. Legen Sie beispielsweise das Bein bei einem angeschlagenen Knöchel hoch, schwillt er nicht so stark an. Zudem kühlen Sie die betroffene Stelle. Sind die Schmerzen so stark, dass Sie überhaupt nicht auftreten können, suchen Sie auch im Urlaub einen Arzt auf. Denn es könnten sowohl Knochen als auch Muskeln, Sehnen oder Bänder betroffen sein. Um größere Verletzungen ausschließen oder im Zweifel richtig behandeln zu können, muss die verletzte Stelle geröngt und gegebenenfalls per CT oder MRT untersucht werden.

Natürlich beschränken sich Verletzungsgefahren im Urlaub nicht auf verstauchte Gelenke. Am Meer, beispielsweise in Kroatien, übersehen Sie schnell einen Seeigel und treten hinein. In diesem Fall entfernen Sie den Stachel vorsichtig und reinigen die Wunde. Schwillt die Stelle an, wird heiß und bildet sich ein roter Rand, deutet das auf eine Entzündung hin und Sie sollten einen Arzt aufsuchen.

Wie Sie Wunden selbst (erst-)versorgen, haben wir Ihnen zusammengefasst.

Verletzungsgefahr im Hotel: Wer haftet?

Haben Sie einen Hotelurlaub gebucht und verletzen sich im Hotel oder auf der Hotelanlage, hängt die Haftung von der Ursache des Unfalls ab: Stolpern Sie beispielsweise auf einer Treppe oder knicken Sie beim Beachvolleyball mit dem Fuß um, übernimmt das Hotel keine Haftung. Müssen Sie einen Arzt aufsuchen, rechnen Sie die Kosten selbst mit Ihrer Krankenkasse oder Versicherung ab. War jedoch beispielsweise durch eine defekte Leiter am Pool eine erhöhte Verletzungsgefahr gegeben oder ziehen Sie sich an einer scharfkantigen Fliese eine Schnittwunde zu, haften eventuell das Hotel oder der Reiseveranstalter. In einem solchen Fall ist es wichtig, das Vorkommnis sofort der Hotelleitung und dem Reiseleiter zu melden.

Weisen Sie zum Schutz anderer Gäste ausdrücklich auf die Verletzungsgefahr hin. Machen Sie zum Beleg Fotos von der Gefahrenstelle und der Verletzung. Je nachdem, unter welchen Umständen sich der Unfall ereignet hat und welche Folgen er für Sie hat, erhalten Sie vielleicht sogar Schadenersatz oder können für einen Teil der Reise eine Rückerstattung verlangen.

Tipp

Gerade angesichts der Verletzungsgefahr während einer Reise lohnt sich unsere Auslandskrankenversicherung für Urlaubs- und Geschäftsreisen. Mit ihr erhalten Sie kostenlos Ihre persönliche Real-Time-Notfallkarte, mit der Sie bei einer Verletzung im Urlaub Arzt- und Behandlungskosten direkt vor Ort bezahlen können. Sie müssen die Kosten also nicht vorstrecken und nach der Rückkehr aufwändig mit Ihrer Versicherung abrechnen.

Verletzt aus dem Urlaub zurückgekehrt – Ärger mit dem Arbeitgeber?

Sie müssen sich keine Sorgen machen. Das “Recht auf freie Entfaltung Ihrer Persönlichkeit” ermöglicht Ihnen eine völlig freie Urlaubsplanung. Grundsätzlich drohen Ihnen vom Arbeitgeber keine Konsequenzen, sollten Sie verletzt von Ihrer Reise zurückkehren. Eine Krankschreibung nach einem Urlaub unterscheidet sich demnach nicht von anderen Krankschreibungen. Ihre Lohnfortzahlung in den ersten Wochen ist nicht gefährdet. Eine Raftingtour auf Bali ist damit ebenso eine Option wie die ausgedehnte Trekking-Tour durch Nepal oder die Entdeckungsreise durch weniger touristisch erschlossene Reiseländer.

Für jeden Urlaub sollte jedoch gelten: Überschätzen Sie sich nicht und seien Sie nicht leichtsinnig. Üben Sie im Urlaub Aktivitäten, die Ihre Fähigkeiten deutlich übersteigen, oder eine extrem gefährliche Sportart (z.B. Mixed Martial Arts; Drachenfliegen zählt beispielsweise nicht dazu) aus, setzen Sie die Lohnfortzahlung während der ersten sechs Wochen Ihrer Arbeitsunfähigkeit aufs Spiel. Erst danach greift der Versicherungsschutz. So entband das Bundesarbeitsgericht Arbeitgeber von Urlaubern, die eines dieser unkontrollierbaren Risiken eingegangen waren, bereits von der Lohnzahlungspflicht für den Ausfallzeitraum.

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