Wie können Sie der Reisekrankheit vorbeugen?

Seekrankheit bei einer Schiffsreise ist jedem ein Begriff. Aber auch das Reisen mit Autos, Reisebussen, Flugzeugen und Zügen mit Neigetechnik kann Übelkeit hervorrufen. Die Reisekrankheit beginnt meist mit Frösteln, Blässe und kaltem Schweiß. Verstärken sich die Beschwerden, kommen Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen hinzu. Insgesamt wirken Personen, die an Reisekrankheit leiden, müde, schläfrig und sind desinteressiert. In der Regel verschwinden die Symptome der Reisekrankheit, sobald Sie wieder festen Boden unter den Füßen haben.

Um Reiseübelkeit zu vermeiden oder sie zumindest in einem erträglichen Rahmen zu halten, können Sie auf verschiedene Weise vorbeugen.

Mit der richtigen Ernährung der Reisekrankheit vorbeugen

Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie der Reisekrankheit vorbeugen oder sie zumindest abschwächen:

  • Verzichten Sie bereits 24 Stunden vor Reisebeginn auf Alkohol. Auch während der Fahrt sollten Sie keinen Alkohol trinken und möglichst auch auf Kaffee und Zigaretten verzichten.
  • Nehmen Sie vor Reisebeginn eine kleine Mahlzeit ein. So ist der Magen beschäftigt, aber nicht angestrengt.
  • Trinken Sie regelmäßig kleine Mengen Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Geben Sie Ihrem Magen immer wieder etwas zu tun, indem Sie trockenes Brot oder beispielsweise Salzstangen essen.

Die richtige Wahl des Sitzplatzes

Vieles hängt davon ab, wo Sie sich während der Reise in dem jeweiligen Transportmittel aufhalten.

  • Wählen Sie im Zug oder im Bus einen Platz in Fahrtrichtung, möglichst am Fenster.
  • Setzen Sie sich im Bus und im Auto nach vorne, damit Sie einen freien Blick auf die Straße haben.
  • Halten Sie sich in der Mitte des Schiffs oder im Flugzeug etwa auf Höhe der Tragflächen auf, hier sind die Bewegungen am geringsten.

Tipp

Bei einer Autoreise sollten Sie möglichst selbst das Steuer übernehmen. Denn in der Regel wird dem Fahrer selbst nicht übel, wahrscheinlich weil der Blick konzentriert ist und die Bewegungen des Fahrzeugs vorhersehbar sind.

Reisekrankheit vorbeugen – weitere Tipps

Was Sie sonst noch beherzigen können, um der Reisekrankheit vorzubeugen, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • Richten Sie Ihren Blick auf die Straße oder auf den Horizont. Stellen Sie die Füße fest auf den Boden. Das beruhigt die Wahrnehmung und den Magen.
  • Machen Sie regelmäßig Pausen und steigen Sie aus, um durchzuatmen. Gehen Sie auf dem Schiff an die frische Luft.
  • Verzichten Sie auf Lesen, Handy-Spiele oder Ähnliches.
  • Der Pfefferminzgeschmack und die Kaubewegung beim Kaugummikauen helfen gegen Übelkeit.
  • Indem sie Druck auf den sogenannten Nei Kuan-Punkt an beiden Handgelenken ausüben, können spezielle Akupressurbänder Reiseübelkeit lindern. Der Vorteil: Da sie keine Arzneistoffe enthalten, gibt es keine Nebenwirkungen.
  • Schlaf schaltet Reiseübelkeit aus. Versuchen Sie also, möglichst viel zu schlafen oder wenigstens die Augen zu schließen und sich auszuruhen.
  • Kinder sind besonders häufig von Reisekrankheit betroffen. Überlegen Sie, ob eine Nachtfahrt, wenn die Kinder schlafen, eine Alternative ist.

Medikamente zur Vorbeugung gegen Reisekrankheit

Leiden Sie an ausgeprägter Reisekrankheit, reichen diese Ratschläge eventuell nicht aus. In diesem Fall können Sie zur Vorbeugung gegen Reiseübelkeit und Seekrankheit Medikamente einnehmen.

  • Ein gut verträgliches, pflanzliches Mittel ist Ingwer. Kauen Sie entweder dünne Scheiben der frischen Wurzel oder greifen Sie zu Ingwer-Präparaten aus der Apotheke.
  • In der Apotheke erhalten Sie rezeptfreie Medikamente gegen Reisekrankheit. Dies können Tabletten, Zäpfchen, Pflaster und wirkstoffhaltige Kaugummis sein. Fragen Sie den Apotheker, welches Präparat je nach Alter und nach Art der Reise sinnvoll ist.
  • Bei schwerer Reisekrankheit kann Ihnen Ihr Arzt auch ein rezeptpflichtiges Medikament verschreiben.

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