Sicherer Urlaub für gesundheitliche Risikogruppen

Kleine Kinder, Senioren und Schwangere sind auf Reisen anfälliger für Infektionskrankheiten und Verletzungen als andere Urlauber. Sie zählen zu den sogenannten Risikogruppen und müssen auf Reisen stärker auf ihre Gesundheit achten.

Risiko bedeutet nicht Verzicht auf den Urlaub. Es geht um Vorsicht. Es geht darum, die Kinder nicht der prallen Sonne auszusetzen und in der Schwangerschaft den richtigen Zeitraum für den Urlaub auszuwählen.  Und darum, als Senior zu wissen, wie die Zeitverschiebung die Einnahmezeiten wichtiger Medikamente beeinflusst. Wir liefern die notwendigen Informationen.

Risikogruppe Kinder: So bleiben sie gesund im Urlaub

Kinder sind für Infektionskrankheiten anfälliger als Erwachsene. Zudem setzen ihnen lange Flüge, Klima- und Zeitumstellungen zu. Verbringen Sie Ihren Urlaub mit Kleinkindern deshalb eher in Europa. Möchten Sie eine Fernreise machen, wählen Sie ein Reiseziel mit guter medizinischer Versorgung, beispielsweise Australien. Um die Gesundheit Ihres Kleinkindes auf Reisen nicht zu gefährden, beachten Sie zudem unsere Tipps:

  • Gerade in tropischen Reiseregionen gelten Kinder als besondere Risikogruppe. Einerseits verlaufen mögliche Malariainfektionen bei Kleinkindern oft schwer und untypisch. Andererseits ist die Hitzetoleranz von Kindern geringer. Dazu tritt Reisedurchfall öfter und schwerer auf und Kinder dehydrieren schneller.
  • Sorgen Sie für einen ausreichenden Impfschutz mit allen empfohlenen Standardimpfungen.
  • Über die zusätzlich empfohlenen Reiseimpfungen klären wir Sie auf.
  • Das Risiko von Infektionskrankheiten ist bei Kindern höher. Achten Sie im Urlaub deshalb unbedingt auf Hygiene. Desinfektionsmittel und Reinigungstücher gehören zu Ihrer Standardausrüstung. Zudem bremsen Sie die Neugier des Nachwuchses, lassen ihn nicht alles anfassen – speziell keine fremden Tiere – und waschen ihm regelmäßig die Hände.
  • In Ländern mit geringeren Hygienestandards verzichten Kinder besser auf Salat und essen nur durchgegarte Speisen. Unabhängig vom Urlaubsziel bietet sich zudem immer Wasser aus Supermarktflaschen an.
  • Da Kinderhaut noch nicht die zum UV-Schutz notwendigen Pigmente bilden kann, setzen Sie Kleinkinder auch im Urlaub keiner direkten Sonneneinstrahlung aus. Am besten schützen Sie sie durch eine Kopfbedeckung: einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nackenschutz. Dazu angenehm weite, lange Kleidung. Zum Schwimmen ziehen Sie Ihrem Kind am besten ein T-Shirt mit UV-Schutzfaktor an.
  • Eine Sonnenmilch speziell für Kinder mit Lichtschutzfaktor 50 tragen Sie immer auf.
  • Lassen Sie Kinder nicht barfuß laufen, denn dies kann zum Befall mit Parasiten und zu Verletzungen führen. Stattdessen ziehen Sie ihnen Badeschuhe an.
  • Stehende Gewässer beinhalten oft Krankheitserreger: Vorsicht bei Teichen und Seen.

Falls doch einmal etwas passieren sollte, ist es praktisch, wenn Sie im Voraus eine Auslandskrankenversicherung angeschlossen haben. Weitere Tipps zum Reisen mit Kindern finden Sie hier.

Risikogruppe Senioren: So bereiten Sie sich auf den Urlaub vor

Reisen hebt die Lebensqualität – gerade im Alter. Zumal Senioren die Risiken der körperlichen und psychischen Anstrengung einer Reise durch heißeres Klima und lange Flüge ganz einfach mit ihrem Hausarzt abklären können. Er kennt Sie und Ihre Vorerkrankungen und erklärt Ihnen ganz einfach, ob das gewählte Reiseziel für Sie geeignet ist. Zudem haben wir einige wichtige Empfehlungen zusammengefasst, mit denen Sie das Risiko auf Reisen mindern:

    • Überprüfen Sie Ihren Impfstatus. Nicht nur Reiseimpfungen sind wichtig, auch die Grundimpfungen müssen eventuell aufgefrischt werden. Influenza und Pneumokokken beispielsweise kommen in der ganzen Welt vor.
    • Vergessen Sie vor dem Traumurlaub in der Ferne die Zeitverschiebung nicht. Müssen Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, lassen Sie sich vor der Reise von Ihrem Arzt genau erklären, wie Sie die Einnahme an die Zeitverschiebung anpassen.
    • Mehr Aktivität bedeutet einen erhöhten Energie- und Kohlenhydratverbrauch. Diabetiker benötigen auf Reisen daher eventuell eine höhere Insulindosis. Auch dazu berät Sie Ihr Arzt – wir haben Ihnen zudem Tipps zur Aufbewahrung Ihrer Arzneien im Urlaub.
    • Senioren, die regelmäßig Medikamente einnehmen, lassen sich vor Reiseantritt von ihrem Arzt eine englischsprachige Bescheinigung über Art und Menge der Medizin geben. Zudem unterstehen gewisse Medikamente strengen Auflagen. Klären Sie mit Ihrem Arzt ab, ob Sie etwas beachten müssen, wenn Sie Ihre Medikamente mit in den Urlaub nehmen. Auch Ihren Notfallausweis, in dem vermerkt ist, welche Arzneien Sie regelmäßig einnehmen, haben Sie stets dabei – zudem eine mehr als ausreichende Menge der Medizin.
    • Auf längeren Flügen steigt mit dem Alter das Thrombose-Risiko. Stehen Sie deshalb regelmäßig auf und bewegen Sie sich. Während Sie sitzen, können Sie die Waden von unten nach oben massieren und die Füße wiederholt anziehen, um sie danach direkt wieder auszustrecken. Das fördert die Blutzirkulation. Zudem tragen Sie vor allem auf Langstreckenflügen Kompressionsstrümpfe und trinken immer ausreichend. Wasser bekommen Sie für die gesamte Dauer kostenlos von Ihren Flugbegleitern.
    • Für Passagiere mit Atemnot oder Asthma bieten viele Fluggesellschaften eine zusätzliche Sauerstoffversorgung an. Klären Sie das vorab mit Ihrer Airline. Zudem ist das Bordpersonal für gesundheitliche Notfälle geschult und kann Ihnen daher mit dem voll ausgerüsteten Arztkoffer an Bord weiterhelfen.
    • Nehmen Sie auf Ausflügen immer genügend Flüssigkeit sowie kleine Notfall-Snacks mit. So wirken Sie gerade an heißen Urlaubstagen dem Risiko der Dehydrierung entgegen und können bei Unterzucker schnell reagieren. Lassen Sie es zu Beginn Ihres Urlaubs langsam angehen und gewöhnen Sie sich an das ungewohnte Klima.

Risikogruppe Schwangere: Thromboserisiko senken und zum passenden Zeitpunkt verreisen

Auch Schwangere gelten auf Reisen als Risikogruppe. Ein Urlaub ist dennoch ohne Weiteres möglich. Wählen Sie dafür lieber den Traumstrand in Spanien anstelle der Abenteuerreise durch Argentinien, besprechen Sie sich vor Reiseantritt mit Ihrem Frauenarzt und beachten Sie unsere Tipps für Schwangere im Urlaub:

  • Als beste Reisezeit für Schwangere gilt der Zeitraum zwischen der 13. und 28. Woche. Im Normalfall sind Hormonschwankungen und Übelkeit überstanden, zudem ist der Bauch noch nicht zu sehr gewachsen, das Risiko gering. Sie fühlen sich gut und können den Urlaub komplett genießen.
  • Hygiene ist für Schwangere im Urlaub besonders wichtig. Da Magen-Darm-Infektionen stets mit einem hohen Flüssigkeitsverlust einhergehen, schwächen sie den Organismus und stellen ein Risiko für das Ungeborene dar.
  • Chemische Trinkwasserdesinfektion auf Jod-Basis ist nicht ohne Weiteres zu empfehlen. Beraten Sie sich vorab mit Ihrem Arzt.
  • Viele klassische Medikamente für die Reiseapotheke sind für Schwangere nicht geeignet. Ihr Arzt klärt Sie auf, welche Notfallmedikamente Sie mitnehmen können.
  • Reisen Sie nicht in ein Malariarisikogebiet. Malaria kann einen schweren oder gar tödlichen Verlauf nehmen und stellt ein hohes Risiko für Mutter und Kind dar. Darüber hinaus ist die Malariamedikation in der Schwangerschaft problematisch.
  • Verzichten Sie auf Fernreisen, für die spezielle Impfungen nötig sind. Denn während einer Schwangerschaft wird von Impfungen abgeraten.
  • Unabhängig vom gewählten Reiseziel nehmen Schwangere immer den Mutterpass mit und recherchieren vorab einen Frauenarzt vor Ort. So wissen Sie jederzeit, an wen Sie sich im Urlaub wenden können.
  • Das Thromboserisiko ist erhöht. Informieren Sie Ihre Fluggesellschaft daher vorab, dass Sie schwanger sind und deshalb einen Sitz mit mehr Beinfreiheit benötigen – beispielsweise am Gang. Während des Flugs tragen Sie leichte, angenehm weite Kleidung, trinken viel Wasser oder Tee. Zudem stehen Sie regelmäßig auf und laufen umher. Ihr Arzt informiert Sie über eine spezifische Thromboseprophylaxe. In jedem Fall empfehlen wir Kompressionsstrümpfe.
  • Ab der 28. Schwangerschaftswoche empfehlen Fluggesellschaften, für den Flug ein ärztliches Attest mitzunehmen, ab der 35. raten wir von Flügen ab. Zumal viele Airlines Schwangere dann ohnehin nicht mehr mitnehmen, da ein Risiko besteht, dass das Kind an Bord geboren wird.

Besonders bei Schwangeren ist eine Auslandskrankenversicherung wichtig – dann können Sie bei Komplikationen im Ausland zum Arzt und müssen die Kosten nicht selbst tragen. Auch wenn Sie nur innerhalb Europas verreisen, trägt Ihre normale Krankenkasse einige Kosten nicht. Viele weitere Informationen zum Reisen und dem Reiseschutz in der Schwangerschaft haben wir Ihnen zusammengefasst.

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