Reisezahlungsmittel und Schutz vor Diebstahl

Etwas Bargeld in der Landeswährung Ihres Reiseziels, dazu die Kreditkarte, um im Urlaub stets spontan an Geld zu kommen: So stellen Sie Ihre Reisekasse idealerweise zusammen. Für noch mehr Sicherheit erweitern Sie sie um ein paar Reiseschecks. Wir verraten Ihnen zudem, wie Sie sich auf Reisen vor Diebstahl schützen, wo Sie Ihre Wertsachen aufbewahren und wie Sie sicherstellen, dass Ihnen im Urlaub nie wichtige Dokumente oder Reiseunterlagen fehlen.

Reisekasse - Diebstahl im Urlaub

Reisende kennen sich mit den örtlichen Gegebenheiten im Urlaub weniger aus, verhalten sich häufig sorglos und sind gerade beim Sightseeing abgelenkt. Ein leichtes Diebstahlsziel, richtig? Nicht unbedingt. Denn wir erklären, wie Sie sich gegen einen Diebstahl im Urlaub absichern, was Sie tun können, sollten Ihre Wertsachen trotz aller Vorsorge doch einmal abhandenkommen und woher Sie Ersatzdokumente bekommen.

Vorsorge gegen Diebstahl im Urlaub: Dokumente kopieren und Adressen notieren

Um sich etwas gegen den Diebstahl wichtiger Dokumente im Urlaub abzusichern, fertigen Sie vor Reiseantritt Kopien der Vorder- und Rückseite Ihres Ausweises, Reisepasses, Führerscheins, der Krankenkassenkarte sowie Ihres Tickets an. Alternativ scannen Sie alles ein und speichern die Dateien in Ihrer Cloud oder schicken sie sich selbst als E-Mail. So sind sie überall abrufbar.

Schon haben Sie im Diebstahlsfall einen Beleg, mit dem Sie bei Ihrer Ländervertretung im Urlaubsland beispielsweise einen Ersatzpass erhalten, der die Heimreise ermöglicht. Bewahren Sie die Kopien nicht gemeinsam mit den Originalen auf. Zudem notieren Sie sich vor Reiseantritt wichtige Adressen und Telefonnummern – zum Beispiel alle nötigen Nummern, um Ihre Bankkarten sperren zu lassen. Dazu die Kontaktdaten der deutschen Botschaft in Ihrem Reiseland sowie des nächsten Konsulats am Urlaubsort selbst. So wissen Sie sofort, an wen Sie sich wenden, sollten Ihre Reisedokumente tatsächlich gestohlen werden.

Telefonnummern zur Sperrung Ihrer Kreditkarte

Um Ihre Kreditkarten im Diebstahlsfall schnell zu sperren, haben Sie die passende Nummer Ihres Kreditkartenunternehmens am besten griffbereit:

Mastercard (R-Gespräch): +1 636 7227 111

Visa (R-Gespräch): +1 410 581 9994

American Express: +49 69 9797 2000

Diners Club: +49 7531 - 3633111

Diebstahl im Urlaub: richtiges Verhalten als beste Vorsorge

Der beste Schutz vor einem Diebstahl im Urlaub ist, möglichst wenige Wertsachen mitzunehmen: Teure Armbanduhren, Schmuck, das neue Handy oder viel Bargeld sollten Sie zu Hause lassen. Für die notwendigen Dinge, die Sie im Urlaub brauchen, empfehlen wir:

  • Verstauen Sie Dokumente, Bargeld und Bankkarten im Hotelsafe oder in einem guten Versteck im Hotelzimmer und nehmen Sie nur das für den Tag nötige Geld mit.
  • Lassen Sie kein Gepäck und keine Wertsachen im Auto.
  • Überlegen Sie, ob eventuell eine Diebstahlsicherung sinnvoll ist. So gibt es zum Beispiel „Geheimbehälter“ in Form unauffälliger Konservendosen, abschließbare Netze für Rucksäcke, die vor einem Raub schützen, praktische Gürteltaschen oder kleine Schlösser für Handtaschen.
  • Tragen Sie zum Schutz vor einem Diebstahl im Urlaub unterwegs Ihr Geld und Ihre Dokumente möglichst nah am Körper und nicht im Rucksack oder in einer umgehängten Handtasche.
  • Damit bei einem Diebstahl nicht Geld, Portemonnaie mit Papieren und die Handtasche auf einmal weg sind, empfiehlt es sich, Wertsachen getrennt voneinander aufzubewahren.
  • Tragen Sie Wertsachen wie Kamera, Uhr und Schmuck nicht den ganzen Tag gut sichtbar mit sich herum. Holen Sie die Kamera oder das Handy stattdessen nur aus der Tasche, wenn Sie sie wirklich benötigen. So ziehen Sie nicht die Aufmerksamkeit auf sich und die Gefahr eines Diebstahls im Urlaub sinkt.

Was tun bei einem Diebstahl im Urlaub?

Sollten Sie im Urlaub bestohlen werden, sind einige Dinge möglichst schnell zu regeln:

  • Informieren Sie bei einem Einbruch sofort die Hotelleitung oder im Ferienhaus den Eigentümer. Erstellen Sie eine Liste mit allen entwendeten Dingen.
  • Wurden Bank- oder Kreditkarten gestohlen, sollten Sie diese schnellstmöglich sperren lassen. In Deutschland gibt es neben den einzelnen Telefonnummern der Banken eine zentrale Notrufnummer zum Sperren von Bankkarten: 116 116. Rufen Sie aus dem Ausland an, kommt die Ländervorwahl 00 49 hinzu. Alternativ gibt es eine Auslandshotline unter: 0049 30 4050 4050.
  • Wurden Ihnen Ausweise oder Reisepässe gestohlen, wenden Sie sich an die deutsche Botschaft oder ein deutsches Konsulat. Hier werden Ihnen Ersatzpapiere ausgestellt, mit denen Sie nach Hause zurückreisen können. Einen neuen Führerschein erhalten Sie jedoch nur in Deutschland. Die Kontaktdaten aller deutschen Auslandsvertretungen erhalten Sie über die Website des Auswärtigen Amts.
  • Bei einem Diebstahl im Ausland ist es darüber hinaus wichtig, Anzeige bei der örtlichen Polizei zu erstatten.
  • Informieren Sie bereits vom Urlaubsort aus Ihre Versicherung. Denn bei einem Diebstahl im Urlaub sind Sie in der Regel selbst für den Versicherungsschutz zuständig. Auch bei einem Diebstahl im Hotel zahlt die Haftpflicht des Hotelbetreibers in der Regel nicht.
  • Benötigen Sie bei alldem als unser Kunde Unterstützung, ist unsere Notrufzentrale rund um die Uhr für Sie da. Wir vermitteln Ihnen auch bei Bedarf einen Übersetzer oder Anwalt.

Reisezahlungsmittel – Bargeld, Karte oder beides?

Unsere hilfreichen Tipps zur Reisekasse erklären, wie Sie Ihr Geld im Urlaub am sichersten und effektivsten organisieren: Bedenken Sie, dass in anderen Ländern teilweise andere Bedingungen beim Geldabheben und Bezahlen gelten und dass Sie, je nach Reiseziel, vor Ihrem Urlaub Geld wechseln müssen. Zudem schützen Sie sich vor Diebstählen und Kreditkartenmissbrauch.

Die meisten Deutschen zahlen noch immer am liebsten mit Bargeld. Für knapp ein Drittel der Ausgaben setzen sie die Girocard – die frühere EC-Karte – ein. Erst darauf folgt die Kreditkarte, die beispielsweise zum Buchen eines Fluges benötigt wird. Weitere Zahlungsmittel spielen hierzulande praktisch keine Rolle. Anders gestaltet sich die Situation für Sie im Ausland. Dort ist die Kreditkarte meist unverzichtbar und Sie sollten zudem die Vorteile eines Reiseschecks kennen. Als Reisezahlungsmittel stehen Ihnen also folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Bargeld
  • Girocard
  • Kreditkarte
  • Reiseschecks

Ihre Reisekasse für Europa und die Welt

Wer im EU-Raum unterwegs ist, muss sich heute in der Regel keine Gedanken über  Geldwechseln machen: In den beliebten Urlaubsregionen wie Mallorca, Italien, Südfrankreich oder Portugal bezahlen Sie mit dem Euro und auch Ihre Kredit- und Girokarten funktionieren innerhalb der EU – sogar ohne Transaktionsgebühren, wenn Sie in Geschäften und Hotels damit bezahlen.

Geht Ihre Reise ins außereuropäische Ausland, beachten Sie folgende Regeln:

  • Informieren Sie sich bereits vorab über den Wechselkurs am gewählten Reiseziel – so können Sie vor Ort besser vergleichen. Nehmen Sie einen kleinen Betrag in der jeweiligen Landeswährung mit, um die Fahrt zum Hotel direkt bezahlen zu können. An Flughäfen und Bahnhöfen ist es oft teuer, Geld zu wechseln. Beachten Sie dabei, dass es für manche Länder Einfuhrbeschränkungen an Bargeld in der Landeswährung gibt. Um lästiges Geldwechseln zu vermeiden können Sie auch direkt am Flughafen des Ziellandes Geld abheben, um die ersten Ausgaben begleichen zu können.
  • Tauschen Sie niemals Geld auf der Straße um, sondern gehen Sie immer zu einer Bank oder offiziellen Wechselstube. Alternativ können Sie mit Ihrer Girocard oder Kreditkarte am Automaten Geld in der entsprechenden Währung abheben. Bedenken Sie jedoch, dass einige Kreditinstitute den Einsatz von Girocards im außereuropäischen Ausland inzwischen gesperrt oder das Verfügungslimit reduziert haben. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Bank, ob Ihre Karte im Reiseland akzeptiert wird und wie viel Geld Sie damit umsetzen können – gegebenenfalls lässt sich das Verfügungslimit erhöhen.
  • Legen Sie sich eine Kreditkarte zu, mit der Sie weltweit kostenlos abheben können und die gleichzeitig an den meisten Orten akzeptiert wird (z.B. Visa oder Mastercard). Kreditkarte müssen häufig als Sicherheit beim Abholen eines Mietwagens oder beim Einchecken ins Hotel angegeben werden und sind für Fernreisende Pflicht.
  • Wenn Sie sich bei Ihrer Reisekasse für Reisechecks entscheiden, nehmen Sie nicht Ihre komplette Reisekasse in Schecks mit. Nutzen Sie ausschließlich Travellerschecks, sind Sie an Öffnungszeiten von Banken gebunden und weniger flexibel. Als kleiner, sicherer Teil des Urlaubsbudgets können sie sich gerade auf Fernreisen dennoch lohnen: Da Sie Ihren Reisepass vorlegen und beim Einlösen selbst unterschreiben müssen, gelten sie als sicheres Zahlungsmittel im Urlaub. Außerdem werden sie bei Verlust schnell ersetzt.
  • Tragen Sie Ihr Bargeld bei Ausflügen oder Spaziergängen durch fremde Städte so nah wie möglich am Körper. Verwenden Sie beispielsweise einen Brustbeutel, kommen Taschendiebe schwerer an Ihr Geld.
  • Versuchen Sie immer etwas Kleingeld in der Landeswährung dabei zu haben. So können Sie dem Portier im Hotel oder dem Guide Ihrer Führung schnell Trinkgeld geben.

Tipp für den Umgang mit Bargeld und Kreditkarte 

In der Frage, ob Sie unterwegs mit Bargeld oder Karte zahlen sollten, raten wir Ihnen generell zum “Plastikgeld”. Geldscheinbündel ziehen Diebe an, weshalb Sie nur Geld für kleinere Rechnungen in der Tasche haben sollten. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, empfiehlt sich ein Mix aus verschiedenen Reisezahlungsmitteln. Diese sollten Sie aus Sicherheitsgründen jedoch nicht alle auf einmal in Ihr Portemonnaie stecken. Lassen Sie Bargeld, das Sie nicht zwingend brauchen, im Hotelsafe und verteilen Sie den Rest auf mehrere Personen. Dasselbe gilt für Plastikgeld.

Die Reisekasse sichern

Urlauber können schnell zum Ziel von Taschendieben werden – das gilt für das Restaurant im beliebten Badeort am Mittelmeer ebenso wie für die Flaniermeilen der großen Metropolen wie New York. Abgelenkt von neuen Eindrücken vergessen Sie das Portemonnaie vielleicht auf dem Tresen oder lassen die Karte im Automaten stecken. Girocards und Kreditkarten sind generell sicherer als Bargeld. Unter der Telefonnummer +49 116 116 können Sie als Kunde der meisten Unternehmen, die Girocards beziehungsweise Kreditkarten herausgeben, Ihre Karte sperren lassen. Auch Ihre Hausbank wird Ihnen im Verlust- oder Diebstahlfall weiterhelfen. Halten Sie Ihren Personalausweis und Ihre Kontodaten bereit und stellen Sie sich darauf ein, Ort, Datum und Uhrzeit des Verlustes zu beschreiben. Während die Kontosperrung in der Regel kostenlos ist, können für die Ausstellung einer neuen Karte und die Vergabe einer neuen PIN Gebühren in Höhe von bis zu 30 Euro anfallen.

Die wichtigsten Tipps, um die Reisekasse perfekt zu sichern lauten:

  • Nehmen Sie immer mehrere Kreditkarten (mindestens jedoch zwei) von unterschiedlichen Anbietern, beispielsweise eine Visacard und eine Mastercard, mit ins Reiseland. Nicht jede Karte ist überall einsetzbar und so haben Sie außerdem eine Absicherung falls eine Karte verloren geht.
  • Wenn sie mit einer anderen Person reisen, teilen Sie bei An- und Abreise die Zahlungsmittel auf mehrere Personen und Gepäckstücke auf – wird eine Person beklaut oder kommt ein Gepäckstück abhanden, haben Sie noch immer einen Ersatz.
  • Lassen Sie Bargeld, das Sie am jeweiligen Tag nicht brauchen, am besten im sicheren Hotelsafe.

Tipp

Es ist immer besser, mehr als eine Kreditkarte für das Ausland parat zu haben, sodass Sie bei Nicht-Akzeptanz oder Verlust auf eine Alternative zurückgreifen können. Die meisten Unternehmen, die Girocards beziehungsweise Kreditkarten herausgeben, haben sich einem zentralen System zur Sperrung angeschlossen: Notieren Sie sich hierzu die Telefonnummer +49 116 116. Selbstverständlich können Sie sich auch direkt an Ihre Hausbank wenden.

Allianz Travel ist die Reiseversicherungs-Marke von Allianz Partners, einem der weltweit führenden Anbieter von Reiseversicherungen. Wir stehen unseren Kunden an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden pro Tag zur Verfügung – mit einem umfassenden Netzwerk aus Spezialisten. Unsere Erfahrung mit Versicherungsschutz und Assistance-Dienstleistungen aus einer Hand gehört zu unseren Stärken. Deshalb vertrauen jährlich mehr als 250 Millionen Menschen auf die Erfahrung und Soforthilfe der Allianz Partners Gruppe. Versicherer ist die AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland.