Reisen in der Schwangerschaft

Manchmal hat man vor einer Reise besonders viele Fragen oder will ganz sicher gehen, dass man kein Risiko eingeht. Zum Beispiel wenn man schwanger ist oder plant, schwanger zu werden.

Reiserücktritt in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, kann aber unter Umständen ein Grund für die Stornierung einer Reise sein – vor allem, wenn Komplikationen auftreten. Für Versicherungsnehmer stellt sich die Frage, wann eine Reiseversicherung bei einer Schwangerschaft bezahlt. Eine Reiserücktrittsversicherung in der Schwangerschaft ist auf jeden Fall immer sinnvoll und zahlt unter gewissen Voraussetzungen, wenn eine Reise aufgrund einer Schwangerschaft nicht angetreten werden kann.

In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen steht: Im Rahmen einer Schwangerschaft besteht dann Versicherungsschutz, wenn der Reiseantritt infolge der Schwangerschaft nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Das bedeutet, dass eine Reise auch bei einer bestehenden Schwangerschaft gebucht und wegen Komplikationen storniert werden kann, ohne dass die Kostenübernahme von der Versicherung abgelehnt wird.

Voraussetzungen, die dafür erfüllt sein müssen:

  • Sie sind gesund, die Schwangerschaft ist stabil und es besteht keine Risikoschwangerschaft.
  • Der Reisebeginn liegt in einem Zeitraum, den sowohl der Veranstalter als auch die Fluggesellschaft als unkritisch für den Transport von Schwangeren sehen (z.B. nicht zwei Wochen vor Geburtstermin).
  • Sie befinden sich nicht in einem Schwangerschaftsabschnitt, der aus medizinischen Gründen gegen einen Reiseantritt spricht.

Bevor Sie eine Reise buchen, sollten Sie sicherheitshalber mit dem Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft und Ihrem Arzt sprechen.

Wann besteht Reiseversicherungsschutz?

Schwangerschaft bei Reisebuchung bereits bekannt

Es ist unerheblich, ob Sie bereits bei Reisebuchung schwanger sind oder erst nach der Buchung schwanger werden. Der Reiseversicherungsschutz besteht, wenn der Antritt der versicherten Reise nicht möglich ist. Gründe dafür können vorzeitige Wehen, eine drohende Frühgeburt oder andere Komplikationen sein. Es ist nicht die Schwangerschaft an sich versichert, sondern die Komplikationen, die während einer Schwangerschaft auftreten können und dem Reiseantritt entgegenstehen. Auch wenn Sie Ihre Reise wie geplant antreteten können und eine Reiseversicherung in der Schwangerschaft abgeschlossen haben, genießen Sie natürlich Versicherungsschutz im Rahmen der Auslandskrankenversicherung und der Reiseabbruchversicherung, wenn auf der Reise Komplikationen auftreten.

Schwangerschaft nach Reisebuchung erst bekannt

Wird die Schwangerschaft erst nach Buchung festgestellt oder entsteht erst nach Buchung einer Reise, besteht auch ohne Komplikationen Versicherungsschutz, wenn die Reise aufgrund der Schwangerschaft nicht angetreten werden kann, weil zum Beispiel der voraussichtliche Geburtstermin zeitlich sehr nah am Reisebeginn liegt. Kurz vor oder kurz nach dem Geburtstermin kann eine Reise selbstverständlich nicht angetreten werden und der Reisebeginn ist infolge der Schwangerschaft nicht möglich. Somit besteht in diesem Fall Reiseversicherungsschutz.

Unser Tipp:
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie trotz einer bestehenden Schwangerschaft eine Reise buchen sollen oder wenn Sie schwanger sind und deshalb von einer bereits gebuchten Reise zurücktreten möchten, wenden Sie sich an unsere Stornoberatung. Mit einer Reiseversicherung in der Schwangerschaft sind Sie auf der sicheren Seite.Unser Ärzteteam steht Ihnen im Rahmen Ihres Versicherungsschutzes für alle Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

Werden auch die Stornokosten für meinen Partner erstattet?

Müssen Sie Ihre Reise aufgrund einer Schwangerschaft stornieren, gilt die Leistung der Reiserücktrittsversicherung nicht nur für sie, sondern auch für den Partner bzw. alle mitreisenden Personen. Sie sind die Risikoperson und eine abgeschlossene Reiserücktrittsversicherung erstattet auch die Kosten der anderen versicherten Personen.

Mindestens genauso wichtig wie die Reiserücktrittsversicherung ist bei einer Reise während der Schwangerschaft eine Auslandskrankenversicherung. Vorzeitige Wehen oder sogar eine Frühgeburt im Ausland können unerwartet teuer werden. Die Kosten dafür werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen, so dass Sie unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen sollten.

Nach einer ungeplanten Geburt im Ausland möchten Mutter und Kind in den meisten Fällen möglichst schnell nach Deutschland zurück. Mit einem normalen Flug geht das in der Regel ist. Hier ist die professionelle Betreuung der Reise Assistance gefragt, die sowohl die Behandlung vor Ort, als auch den Rücktransport organisiert und die Kosten für beiden Leistungen übernimmt, sofern Sie eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen haben.

Was Sie sonst noch bei Reisen in der Schwangerschaft beachten sollten

Babymoon - Bei diesem neuen Urlaubstrend möchten werdende Eltern, bevor ihr Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, noch einmal gemeinsam verreisen und fernab des Alltags so richtig abschalten. Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit: Man freut sich auf das erste gemeinsame Kind und trifft die letzten Vorbereitungen, damit alles perfekt ist, wenn das Baby dann endlich da ist. Da kann es schon mal drunter und drüber gehen. Der Babymoon ist für viele Paare eine tolle Gelegenheit, um sich zu entspannen und die Zeit zu zweit noch einmal richtig zu genießen.

Damit Sie Ihren Urlaub sorgenfrei antreten können, informieren Sie sich am besten vorab über wichtige Dinge, die Sie auf Reisen beachten sollten. Gemeinsam mit Dr. Matthias Felchner, unserem Experten aus dem Allianz Global Assistance Ärzte-Team haben wir hier die häufigsten Fragen von werdenden Müttern für Sie zusammengefasst und abgeklärt. Mit diesen wertvollen Tipps wird Ihre Reise garantiert unvergesslich.

Reisevorbereitung

Der beste Zeitpunkt um in der Schwangerschaft zu reisen

Der beste Zeitpunkt für einen Urlaub ist das zweite Trimester. In der Zeit zwischen der 13. und der 28. Schwangerschaftswoche haben die meisten Frauen die anfängliche Übelkeit und Müdigkeit bereits überwunden und fühlen sich fit genug, um eine Reise anzutreten.

Falls Sie gerne im ersten Schwangerschaftsdrittel verreisen möchten, sprechen Sie auf jeden Fall zuerst mit Ihrem Gynäkologen. Denn in dieser Zeit kann es bei großen, körperlichen Anstrengungen leicht zu Blutungen oder sogar einer Fehlgeburt kommen.

Auch während der letzten drei Schwangerschaftsmonate ist eine Reise grundsätzlich möglich. Bedenken Sie jedoch, dass Sie zu diesem Zeitpunkt schon sehr durch den größer werdenden Bauch eingeschränkt sind und das Risiko für eine Frühgeburt besteht. Wenn Sie Ihre Reise an Ihre veränderte Kondition anpassen und den Rat Ihres Arztes beachten, steht einem Urlaub jedoch nichts im Wege!

Das sollten Sie beachten

Sprechen Sie vor Reiseantritt auf jeden Fall mit Ihrem Arzt und klären Sie Ihre Reisepläne mit ihm ab. Strukturieren Sie Ihre Reise schon im Vorfeld gut und bedenken Sie dabei, dass Sie vielleicht nicht alles unternehmen können, was Sie während Ihrer früheren Reisen getan haben. Gestalten Sie Ihren Reisestil dementsprechend und bedenken Sie, dass Sie eventuell schneller ermüden oder zwischendurch kleine Pausen brauchen werden – schließlich hat Ihr Körper jede Menge mit dem kleinen Wunder in Ihnen zu tun.

Ihren Mutter-Pass und eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Reiseapotheke sollten Sie immer griffbereit haben. Da es an Ihrem Reiseziel unter Umständen schwierig werden kann, die richtigen Medikamente für Schwangere zu bekommen, sollten Sie eine einfache Reiseapotheke nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt für folgende Symptome zusammenstellen:

  • Schmerzen und Fieber
  • Durchfall und Dehydrierung (durch Dehydrierung können vorzeitige Wehen einsetzen)
  • Sodbrennen
  • Prophylaxe von Wadenkrämpfen und Kontraktionen der Gebärmutter

Erkundigen Sie sich außerdem über Ihren Versicherungsstatus und die medizinische Versorgung vor Ort. Mit einem Reiseversicherungsschutz der Allianz Global Assistance können Sie sich gegen alle Eventualitäten absichern. Sollten Sie vor der Abreise oder im Urlaubsland Fragen zur medizinischen Versorgung haben, können Sie uns natürlich jederzeit über die 24h-Notfallzentrale kontaktieren. Unser Expertenteam steht Ihnen gerne beratend zur Seite.

Reiserücktrittsversicherung in der Schwangerschaft

Gerade wenn man schwanger ist oder plant, schwanger zu werden, sollte man unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Komplikationen können immer auftreten und jede Schwangere treffen. Gerade bei einer Schwangerschaft geht man kein Risiko ein und muss unter Umständen eine Reise stornieren, auf die man sich schon lange gefreut hat.

Flugreisen

Bestimmungen der Fluggesellschaften

Die meisten Fluggesellschaften erlauben, dass Mütter bis maximal vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin mitfliegen dürfen. Risikoschwangerschaften und Mehrlingsschwangerschaften sind davon ausgenommen. Allianz Global Assistance empfiehlt Ihnen eine Flugreise jedoch nur maximal bis zur 28. Schwangerschaftswoche.

Die Frage, ob die Strahlenbelastung und der Kabinendruck im Flugzeug bedenklich sind, wird zwar häufig diskutiert, doch diese Faktoren gelten weitgehend als unbedenklich. Achten Sie besonders bei Langstreckenflügen darauf, dass die Zeitumstellung und die lange Reisedauer für werdende Mütter viel belastender sind und gehen Sie es daher lieber langsamer an. Am besten sprechen Sie vor Reisebeginn noch einmal mit Ihrem Arzt und klären ab, ob eine Flugreise für Sie bedenkenlos möglich ist.

Was Sie außerdem auf jeden Fall bei der Planung Ihrer Flugreise bedenken sollten ist, dass es neben den Regelungen der Fluggesellschaften auch spezielle Einreisebestimmungen für Schwangere gibt: Ab einem bestimmten Schwangerschaftsmonat gewähren einige Länder Schwangeren die Einreise nicht mehr wie zum Beispiel die USA, da ein in den USA geborenes Kind automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten würde.

Tipps für eine entspannte Flugreise

  • Erkundigen Sie sich noch vor der Buchung Ihres Flugs über die Beförderungsbedingungen der Fluggesellschaft und die Einreisebestimmungen des Reiselandes.
  • Informieren Sie sich über die medizinische Versorgung am Zielort.
  • Denken Sie an Ihre Reiseapotheke und vergessen Sie nicht Ihren Mutter-Kind-Pass immer dabei zu haben– am besten zusätzlich noch eine Kopie davon.
  • Trinken Sie während des Fluges ausreichend Wasser, um nicht zu dehydrieren – Flugreisen machen Sie dafür besonders anfällig.
  • Tragen Sie Kompressionsstrümpfe der Klasse 2, da Schwangere beim Fliegen einem höheren Thromboserisiko ausgesetzt sind.
  • Bitten Sie um einen Platz in der vordersten Reihe oder am Gang, damit Sie mehr Beinfreiheit haben.
  • Ziehen Sie lockere und bequeme Kleidung an.
  • Vermeiden Sie langes Sitzen: Stehen Sie immer wieder auf und gehen ein paar Schritte, vor allem bei Langstreckenflügen.
  • Verstauen Sie Ihr Handgepäck unbedingt in der Gepäckablage, damit es Ihre Beinfreiheit nicht einschränkt
  • Legen Sie Ihren Gurt weit unterhalb des Bauches an.
  • Schließen Sie eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung ab, um vor Reisestornokosten und hohen Kosten im medizinischen Notfall geschützt zu sein. Zudem unterstützt Sie unser 24h-Notfallzentrale im Notfall mit wertvollen Informationen zu nächstgelegenen medizinischen Versorgung mit gewohnt hohem Niveau wie zu Hause.

Zug- und Autoreisen

Wenn Ihr Reiseziel nicht allzu weit weg ist, dann können Sie das für Schwangere am besten geeignete Verkehrsmittel wählen: den Zug. Sie können sich während der Zugfahrt gut bewegen und so langes Sitzen vermeiden. Stressfaktoren wie Staus fallen weg und die Unfallgefahr ist relativ gering.

Eine Reise mit dem Auto ist zwar etwas anstrengender für Schwangere, jedoch ebenso bedenkenlos möglich. Wichtig ist hier das richtige Anschnallen: Der Dreipunktgurt muss über der Brust und unterhalb des Bauches entlang liegen. Denken Sie auch an regelmäßige Stopps, um sich die Beine zu vertreten – am besten alle 90 Minuten.

Bei Unfällen, auch schon bei leichten Auffahrunfällen, müssen Schwangere sofort zur Kontrolle ins Krankenhaus, da die Gefahr einer Plazentaablösung besteht.

Und ganz gleich, ob Sie sich für den Zug oder das Auto entscheiden: Trinken Sie ausreichend! Es schützt Sie nicht nur vorm Dehydrieren, sondern bewahrt Sie auch vor geschwollenen Füßen und Knöcheln.

Fernreisen

Fernreisen während der Schwangerschaft sind zwar möglich, sie bergen jedoch größere Gefahren als Reisen innerhalb Europas und sollten daher eher vermieden werden. Vor allem das feuchte-heiße Klima und die starken Temperaturschwankungen belasten Schwangere noch viel mehr, da der Körper schon ohne erschwerte Bedingungen auch Hochtouren läuft, um die Körpertemperatur möglichst konstant zu halten.

Außerdem besteht in tropischen Ländern ein höheres Risiko, sich mit Krankheiten wie Malaria und Typhus zu infizieren. Meist folgen die hygienischen Bedingungen vor Ort geringeren Standards als in Europa. Hinzu kommen die große Hitze und der lange Flug. Grundsätzlich kann man sich an dieses Faustregel halten: Je näher der Geburtstermin rückt, desto näher sollte die Reisedestination am eigenen Zuhause sein.

Reisen in Malaria-Gebiete sollten Schwangere auf keinen Fall antreten, da diese Krankheit zu schweren Komplikationen wie Früh- und Fehlgeburten führen kann. Wollen Sie trotzdem in ein tropisches Land reisen, sollten Sie auf jeden Fall noch einmal ausführlich mit Ihrem Arzt sprechen und die Risiken abklären. 

Impfungen in der Schwangerschaft

Auch das Thema Impfen ist bei Schwangeren etwas knifflig. Generell sollten Reiseziele, die Impfungen vorschreiben von der Wunschliste gestrichen werden. Denn eigentlich sind Impfungen für Schwangere tabu. Doch es kann vorkommen, dass gewisse Impfungen doch nötig werden – dann gehen Mediziner mit dieser heiklen Situation folgendermaßen um: Nicht geimpft werden dürfen Lebendimpfstoffe gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln und Varizellen. In Ausnahmen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit die Impfungen gegen Cholera, FSME (aktiv), Hepatitis A (aktiv), Hepatitis B (aktiv), Influenza, Japanische Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Pneumokokken, Tollwut und Typhus möglich. Unbedenklich sind hingegen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie (im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel) und Polio.

How can we help?

Allianz Global Assistance gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Reiseschutz- und Assistance-Leistungen. Für unsere Kunden stehen wir mit mehr als 13.000 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten sowie mit einem weltweiten Netzwerk aus Spezialisten an 365 Tagen rund um die Uhr zur Verfügung. Unsere jahrzehntelange Erfahrung mit Versicherungsschutz und Assistanceleistungen aus einer Hand gehört zu den Stärken des Unternehmens. Deshalb vertrauen jährlich mehr als 250 Millionen Menschen auf unsere Erfahrung und Soforthilfe.