Kriminalität im Urlaub: So reisen Sie sicher

Urlaub bedeutet Erholung, Entspannung, Sorglosigkeit. Trotzdem sollten Sie aufmerksam bleiben. Keine Angst: Dass Kriminalität in manchen Urlaubsländern ausgeprägt ist, bedeutet nicht, dass Sie auf Reisen persönlich betroffen sind – vor allem, wenn Sie mit unseren Tipps das Risiko minimieren. Denn wir erklären, wie Sie Diebstählen und Überfällen vorbeugen, was Sie im Urlaub keinesfalls tun sollten und wie Sie reagieren, wenn Sie doch einmal mit Kriminalität in Kontakt kommen.

Gut informiert: Kriminalität im Urlaub aus dem Weg gehen

Am besten reduzieren Sie das Risiko von Kriminalität im Urlaub, indem Sie sich ausführlich über Ihr Reiseland informieren. So gibt es zum Beispiel die klassischen Trickbetrüger-Methoden wie vorgetäuschte Autopannen in Spanien oder „versehentliches“ Beschmutzen von Kleidung in Italien.

Bedenken Sie zudem, dass die Kriminalitätsrate beispielsweise in Südafrika höher ist als in Deutschland. Sie sollten deshalb sogar im beliebten Kapstadt und anderen Großstädten wie Port Elizabeth, Johannesburg, Durban oder Pretoria nach Geschäftsschluss und Einbruch der Dunkelheit die Innenstädte meiden.

Die aktuellsten und zuverlässigsten Informationen erhalten Sie dabei über die offizielle Website des Auswärtigen Amts. Dort finden Sie Reise- und Sicherheitshinweise für rund 170 Länder, die regelmäßig gemäß neuester (politischer) Entwicklungen aktualisiert werden. Dort lesen Sie auch, ob es für Ihr geplantes Urlaubsziel aufgrund der Sicherheitssituation im Land eine Teil-  oder sogar vollständige Reisewarnung gibt.

Grundregel gegen Kriminalität im Urlaub: Verzichten Sie auf riskante Alleingänge

Eine Reise heißt immer auch, sich an einem Ort zu bewegen, an dem etwas andere kulturelle, soziale, politische und wirtschaftliche Regeln gelten. Absoluten Schutz vor Kriminalität im Urlaub gibt es nicht. Aber Sie können sich auf Reisen umsichtig verhalten und bewusst Gefahrensituationen meiden:

  • Besichtigen Sie nicht aus Neugier bekannte Problemstadtteile.
  • Bewegen Sie sich nicht allein in als gefährlich eingestuften Regionen.
  • Schließen Sie sich für Ausflüge einer Reisegruppe an oder nehmen Sie an Führungen von Ortskundigen teil.
  • Benutzen Sie in Risikogebieten keine einsamen Wanderwege.
  • Reservieren Sie Ihr Taxi nur bei seriösen Unternehmen. Reisen Sie nicht per Anhalter und lassen Sie sich nicht mitnehmen.

Praktische Tipps gegen Taschendiebstahl

Natürlich können Sie das Risiko noch weiter senken. Unsere hilfreichen Tipps gelten dabei für jedes Reiseziel:

  • Nehmen Sie möglichst wenig Bargeld mit. Heben Sie während der Reise lieber öfter Geld ab oder zahlen Sie mit Karte.
  • Bewahren Sie Geld, Dokumente, Tickets und Wertsachen sicher auf. Ist kein Hotelsafe vorhanden, empfiehlt es sich, nicht alles an derselben Stelle zu verwahren. Verteilen Sie Kredit- und Bankkarten auf mehrere Portemonnaies und Personen.
  • Nehmen Sie bei einem Tagesausflug nur das für diesen Tag benötigte Geld und nur eine Bankkarte mit.
  • In Urlaubsländern mit höherer Kriminalitätsrate haben Sie immer einen entbehrlichen Geldbetrag dabei, den Sie bei einem Überfall aushändigen können.
  • Tragen Sie Geld und Dokumente nicht in losen Taschen, sondern nah am Körper, am besten unter der Jacke oder dem T-Shirt.
  • Seien Sie beim Geldabheben am Automaten vorsichtig und erledigen Sie den Vorgang möglichst zu zweit.
  • Lassen Sie keine Wertsachen im Auto liegen.
  • Tragen Sie vor allem in ärmeren Ländern Wohlstand nicht zur Schau: Designerkleidung, Schmuck und die teure Armbanduhr können zu Hause bleiben.
  • Wägen Sie gut ab, ob die wertvolle Kamera oder das teure Handy tatsächlich ins Gepäck müssen.

Bestens gewappnet bei Kriminalität im Urlaub

Für den Fall, dass Sie tatsächlich bestohlen werden oder in eine Notsituation geraten, können Sie größeren Problemen mit einfachen Mitteln vorbeugen:

  • Machen Sie Fotokopien von Ihren Reisedokumenten, Unterlagen und Tickets. Sie können die Dokumente auch scannen und auf einem E-Mail-Konto abspeichern – so sind sie überall abrufbar.
  • Tragen Sie wichtige Notfallnummern bei sich. Dazu gehören die Nummer zur Sperrung der Kreditkarte oder EC-Karte sowie die Telefonnummer der Deutschen Botschaft oder eines nahegelegenen Konsulats für den Fall, dass Ihnen Dokumente gestohlen werden. Das Auswärtige Amt stellt Ihnen die Adressen und Kontaktdaten aller deutschen Auslandsvertretungen zur Verfügung.
  • Informieren Sie sich über wichtige Telefonnummern und Adressen im Reiseland: Polizei, Autobahnbetreiber, Niederlassungen deutscher Institutionen. Übrigens: Die Notrufnummer 112 ist international – sollte aber Notfällen vorbehalten bleiben.

Telefonnummern zur Sperrung Ihrer Kreditkarte

Um Ihre Kreditkarten im Diebstahlsfall schnell zu sperren, haben Sie die passende Nummer Ihres Kreditkartenunternehmens am besten griffbereit:

Mastercard (R-Gespräch): +1 636 7227 111

Visa (R-Gespräch): +1 410 581 9994

American Express: +49 69 9797 2000

Diners Club: +49 7531 - 3633111

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