Naturkatastrophen: gefährdete Länder als Reiseziel

Traumhafte Inseln mit weißen Stränden, Korallenriffen und einzigartiger Natur: Der Pazifische Ozean und die Karibik sind echte Urlaubsparadiese – können aber auch von Tsunamis oder Wirbelstürmen heimgesucht werden. Sogar Italien – mit seinen mediterranen Dörfern und malerischen Berglandschaften eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen – erlebt immer wieder Erdbeben.

Von Reisen in die betroffenen Regionen absehen, müssen Sie deshalb jedoch nicht. Wir verraten Ihnen, in welchen Zeiträumen Sie einige durch Naturkatastrophen gefährdete Länder in der Karibik und Südostasien am besten besuchen.

Weltrisikoindex für Naturkatastrophen: Wo ist es sicher?

Ganz oben auf der Liste der von Naturkatastrophen gefährdeten Länder stehen Pazifikinseln wie Vanuatu und Tonga oder die Philippinen. Das geringste Risiko für eine Naturkatastrophe besteht dagegen in Katar und Malta.

Zu dieser Einschätzung kommt der Weltrisikoindex. Für seine Bewertung konzentriert sich der Index auf Naturkatastrophen und die Kapazitäten der Länder, diese zu bewältigen. Neben der Häufigkeit und Stärke von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen oder Stürmen bezieht er unter anderem Daten zur Anfälligkeit der Infrastruktur, Ernährungssituation, medizinischen Versorgung und politischen sowie sozialen Lage ein.

So gibt es auch hochentwickelte Länder, die durch Naturkatastrophen gefährdet sind und dennoch weit hinten auf der Risikoliste stehen. Sie können die Gefahren besser bewältigen als ärmere Länder. Das gilt zum Beispiel für die sturmgebeutelten USA. Sehr gering ist die Gefahr durch Naturkatastrophen in Kanada, Island, Skandinavien, Frankreich, Spanien und auch Deutschland. Australien sowie Argentinien, Brasilien und Ägypten gelten ebenfalls als gut geschützt.

Durch Naturkatastrophen gefährdete Länder zur richtigen Zeit besuchen

Im Gegensatz zu Erdbeben oder Vulkanausbrüchen treten einige Wirbelstürme oder starke Regenfälle immer im gleichen Zeitfenster auf. Hurricanes treffen jedes Jahr potentiell zur selben Zeit auf Küstengebiete und Inseln der Karibik oder die Südostküste der USA: der Hurricane-Saison. Durch Naturkatastrophen gefährdete Länder in der Karibik wie Mexiko oder Kuba sollten Sie während dieser Zeit nicht unbedingt besuchen. Denn zwischen Juni und November kann es nicht nur zu Wirbelstürmen kommen, auch Starkregen ist keine Seltenheit. Planen Sie Ihre Reise daher besser außerhalb dieses Zeitraums.

Ähnlich verhält es sich mit der Regenzeit in tropischen Regionen, beispielsweise den durch Naturkatastrophen gefährdeten Ländern in Südostasien. Zwar verschwimmen die Grenzen immer mehr und die Regenzeit ist nicht durchgehend nass, die Trockenzeit hin und wieder auch Zeuge von Starkregen. Trotzdem konzentrieren sich intensive Regenfälle beispielsweise in Thailand dennoch auf die Regenzeit zwischen Juni und Oktober. Auf Bali dauert sie von November bis März.

Buchen Sie Ihren Urlaub für einen anderen Zeitraum, stehen die Chancen sehr gut, dass Sie Überschwemmungen aus dem Weg gehen. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen deshalb, sich vor der Reisebuchung immer die klimatischen Bedingungen Ihres Urlaubsziels anzusehen.

Wer zahlt bei Reiserücktritt und Reiseabbruch wegen Naturkatastrophen?

Naturkatastrophen aller Art fallen unter den Begriff der “höheren Gewalt“. Diese vom Menschen nicht beeinflussbaren und unabwendbaren Ereignisse können dazu führen, dass die Situation in dem betroffenen Land so dramatisch ist, dass Sie eine gebuchte Reise dorthin nicht antreten können. In diesem Fall können Sie den Vertrag kündigen, müssen nichts bezahlen und bekommen daher auch ­­bereits geleistete Anzahlungen zurück.

Trifft Ihr Urlaubsland eine Naturkatastrophe, während Sie vor Ort sind, müssen Sie möglicherweise den Urlaub abbrechen. Für diesen Fall müssen Sie normalerweise den Hin- und Rückflug sowie die bereits im Hotel verbrachten Nächte bezahlen. Bei höherer Gewalt können Sie lediglich das Geld für nicht erbrachte Leistungen des Reiseveranstalters einfordern.

Haben Sie allerdings eine Reiseversicherung inklusive Reiseabbruchschutz abgeschlossen, übernehmen wir die Mehrkosten einer unplanmäßigen Heimreise für Sie. Müssen Sie länger als geplant vor Ort bleiben, zum Beispiel weil Flüge abgesagt werden, kommen wir für die weiteren Kosten für Unterkunft und Verpflegung auf.

Allianz Global Assistance gehört als Reiseversicherungs-Marke von Allianz Partners zu den weltweit führenden Anbietern von Reiseversicherungen und Assistance-Leistungen. Wir stehen unseren Kunden an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung – mit einem weltweiten Netzwerk aus Spezialisten. Unsere jahrzehntelange Erfahrung mit Versicherungsschutz und Assistance-Dienstleistungen aus einer Hand gehört zu unseren Stärken. Deshalb vertrauen jährlich mehr als 250 Millionen Menschen auf unsere Erfahrung und Soforthilfe.