Reisesicherheit in Thailand: Vorsicht in der südlichen Grenzregion

Thailand liegt in Südostasien, wo es an Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia grenzt. Mit seinem tropischen Klima, seinen buddhistischen Tempelanlagen und seinen Bilderbuchstränden zieht es jedes Jahr zahlreiche Urlauber an.

Doch auch in Thailand, dem Land, das sich bei deutschen Touristen stetig an steigender Beliebtheit erfreut, gibt es Dinge, die Sie bei Ihrer Reise beachten müssen. Somit ist zum Beispiel derzeit im Süden des Landes an den Grenzen zu Malaysia und zu Kambodscha, wo es regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Separatistengruppen und Sicherheitskräften sowie zu terroristischen Anschlägen kommt, Vorsicht geboten. Außerdem müssen Sie sich wie überall auf der Welt in den größeren Städten vor Taschendieben und Trickbetrügern in Acht nehmen. Wir klären auf, welche Hinweise zur Reisesicherheit in Thailand Sie außerdem beachten sollten.

Reisesicherheit in Thailand: aktuelle Hinweise

Bei Fernreisen ist es generell ratsam, sich über die Lage vor Ort auf dem Laufenden zu halten. Wir haben die derzeit wichtigsten Empfehlungen für Sie zusammengefasst:

  • In den südlichen Provinzen am es in der Vergangenheit immer wieder zu Bomben- und Brandanschlägen, das letzte Mal im Mai 2017 in Bangkok. Erneute Anschläge können nicht ausgeschlossen werden, weshalb Sie sich wachsam verhalten und Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge leisten sollten. Von Reisen in die unter Notstandrecht stehenden, überwiegend muslimischen Provinzen im Süden (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla) wird abgeraten – ebenso von Reisen nach Preah Vihear und zu den umliegenden Tempelanlagen.
  • Seit dem Militärputsch im Mai 2014 hat sich die Sicherheitslage weitestgehend stabilisiert, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist jedoch weiterhin eingeschränkt. Als Reisender sollten Sie sich über das strenge Majestätsbeleidigungsgesetz bewusst sein: Abfällige oder kritische Bemerkungen können mit Haftstrafen von bis zu 15 Jahren geahndet werden.
  • Umgehen Sie Demonstrationen und andere Menschenansammlungen weiträumig, da es hier zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen kann.
  • Nacktbaden und Baden „oben ohne“ sind in Thailand verboten.
  • In Urlaubsorten wie Phuket, Koh Samui und Pattaya besteht eine erhöhte Gefahr für Raubüberfälle, Diebstähle und Vergewaltigungen – vor allem am Abend ist es sicherer, in der Gruppe unterwegs zu sein als allein.
  • In einigen Gegenden wie am „Patong Beach“ sind Fälle einer Zusammenarbeit von kriminellen Banden und korrupten Polizisten bekannt geworden, bei denen Urlauber einer Straftat bezichtigt und um Geld erpresst werden. Wenden Sie sich in einem solchen Fall unverzüglich an die deutsche Botschaft in Bangkok.
  • Steigen Sie nur in Taxis oder Tuk-Tuks, deren Fahrer Sie selbst angesprochen haben und handeln Sie vor Fahrtantritt den Preis aus. Wenn sie aufdringlich überredet werden wollen, in ein Tuk-Tuk zu steigen, niemals nachgeben.
  • Vorsicht ist auch im Straßenverkehr geboten: Unfälle geschehen hier weitaus häufiger als in Deutschland und impulsive Handlungen von Beteiligten sind nicht auszuschließen. Vor allem in Großstädten ist der Verkehr unübersichtlich. Wenn Sie es vermeiden können, sollten Sie auf eigenständiges Fahren in Thailand verzichten.
  • In der Regenzeit von Mai bis Oktober kann es zu großflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen Auch Erdbeben sind in Thailand keine Seltenheit. Verfolgen Sie hierzu die Medienberichterstattung.

Weitere aktuelle Hinweise zur Reisesicherheit in Thailand finden Sie tagesaktuell auf den Länderinformationsseiten des Auswärtigen Amtes.

Medizinische Hinweise zur Reisesicherheit in Thailand

Da Ihre Reise Sie in ein tropisches Gebiet führt, sollten Sie sich dementsprechend vorbereiten. Lassen Sie sich am besten von einem Tropenmediziner zu notwendigen Impfungen und weiteren Vorkehrungen beraten, um Ihre persönliche Reisesicherheit in Thailand zu erhöhen.

Grundsätzlich gilt:

  • Überprüfen Sie Ihre Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes und erweitern Sie diese um eine Hepatitis-A-Impfung und gegebenenfalls weitere Impfungen.
  • Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber sollten Sie sich vor Stechmücken schützen: Tragen Sie körperbedeckende helle Kleidung, benutzen Sie ein Insektenschutzmittel und schlafen Sie unter einem Moskitonetz. Zudem kann es ratsam sein, eine Malariaprophylaxe als Standby-Vorsorge mit in die Reiseapotheke zu packen.
    Lesen Sie hier, welche Medikamente in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen sollten.

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  • Vermeiden Sie Durchfallerkrankungen, indem Sie eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene befolgen: Trinken Sie nur abgepacktes Wasser (Verschlussversiegelung prüfen) und verwenden Sie auch zum Zähneputzen kein Wasser aus der Leitung. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann es helfen, vor allem nach dem Toilettengang und vor dem Essen immer die Hände zu desinfizieren.
  • Eine Auslandskrankenversicherung inklusive Krankenrücktransport  ist immer zu empfehlen. Die medizinische Versorgung in Thailand entspricht nicht dem europäischen Standard, so dass sich der medizinische Standard vor allem in staatlichen Krankenhäuser von deutschen Krankenhäusern unterscheiden kann. 

Allianz Travel ist die Reiseversicherungs-Marke von Allianz Partners und gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Reiseversicherungen und Assistance-Leistungen. Wir stehen unseren Kunden an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung – mit einem weltweiten Netzwerk aus Spezialisten. Unsere jahrzehntelange Erfahrung mit Versicherungsschutz und Assistance-Dienstleistungen aus einer Hand gehört zu unseren Stärken. Deshalb vertrauen jährlich mehr als 250 Millionen Menschen auf unsere Erfahrung und Soforthilfe.