Reisesicherheit in der Türkei: Das sollten Sie wissen

Traumhafte Strände, einzigartige Landschaften und antike Stätten machen die Türkei zu einem Paradies für Urlauber. Seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 und der Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland beziehungsweise der EU, sind viele Urlauber verunsichert. Wer einige Hinweise zur Reisesicherheit in der Türkei berücksichtigt, hat jedoch kaum etwas zu befürchten.

Allgemeine Hinweise zur Reisesicherheit in der Türkei

Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsland, das Reisende generell herzlich und offen empfängt. Wie in anderen Ländern auch ist es dennoch wichtig, die Gepflogenheiten vor Ort zu respektieren. Um Konflikte zu vermeiden, sollten Sie folgende Hinweise zur Reisesicherheit in der Türkei bei Ihrer Reise im Hinterkopf behalten:

  • Vor dem Betreten einer Moschee müssen Sie Ihre Schuhe ausziehen. Arme und Beine sind zu bedecken. Generell ist allzu luftige Kleidung außerhalb der Urlaubszentren nicht empfehlenswert – vor allem für Frauen.
  • Die traditionellen türkischen Dampfbäder dürfen ausschließlich mit umgelegtem Handtuch oder Badebekleidung besucht werden.
  • Die linke Hand gilt wie in allen muslimischen Ländern als unrein. Sie sollten es vermeiden, mit der bloßen linken Hand zu essen.
  • Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, gilt es, in dem zumeist lebhaften und dichten Straßenverkehr der größeren Städte zurückhaltend und vorsichtig zu fahren. Kommt es zur Auseinandersetzungen, pochen Sie nicht auf Ihr Recht.
  • Mit einem Mietwagen sollten vor allem in den Abend- und Nachtstunden Verbindungsstraßen gemieden werden. Straßenbeleuchtung wird hier oft umsonst gesucht.
  • Erkundigen Sie sich bei Taxifahrten bevor sie losfahren über den ungefähren Fahrpreis und achten Sie darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird.
  • Wenn Sie an einem geführten Ausflug oder einer Werksführung teilnehmen, sollten Sie sich vorab über die Dauer informieren und sich nicht zu einem Kauf drängen lassen – dazu besteht keinerlei Verpflichtung.
  • Achten Sie zum Schutz vor gepanschtem Alkohol auf die Originalverpackung und entsprechender Lizenzierung. Diese erkennen Sie am TAPDK-Logo auf dem Flaschendeckel und einer unbeschädigten, blau-türkisfarbenen Banderole.
  • In Istanbul besteht eine erhöhte Gefahr vor Diebstählen und Betrügerei. Tragen Sie Ihre Wertsachen dicht am Körper und lassen Sie Vorsicht gegenüber Fremden walten.
  • Halten Sie bei Zahlungen mit Giro- oder Kreditkarte Ihre Bankkarte immer gut im Auge und geben Sie Ihren PIN-Code nur mit verdeckter Hand ein.
  • In der Türkei sind grundsätzlich dieselben Dinge strafbar, die auch in Deutschland verboten sind. Drogendelikte und die Ausfuhr von „Kultur- und Naturgütern“ werden jedoch besonders hart bestraft – teilweise mit mehrjährigen Gefängnisstrafen. Die „Kultur- und Naturgüter“ gelten als nationales Eigentum, wobei die Definition teilweise weit gefasst wird. Kaufen Sie deshalb am besten überhaupt keine Antiquitäten, Fossilien oder andere alt aussehenden Gegenstände in Ihrem Türkei-Urlaub und versuchen Sie nicht, diese aus dem Land auszuführen.

Verschärfte Hinweise zur Reisesicherheit in der Türkei

Seit der Inhaftierung einiger deutscher Staatsbürger hat die Bundesregierung die Hinweise für die Reisesicherheit in der Türkei noch einmal verschärft. Landesweit muss mit politischen Spannungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen gerechnet werden. In einigen Regionen ist die Gefahr hierfür wesentlich höher als in anderen, zum Beispiel an den Grenzen zu Syrien und Irak. Die Urlaubsorte entlang der Mittelmeerküste blieben hingegen bisher verschont.

Grundsätzlich gilt:

  • Halten Sie sich vor Ihrer Reise über die Entwicklungen auf dem Laufenden. Auf der Länderinformationsseite des Auswärtigen Amtes finden Sie aktuelle Warnungen und Hinweise zur Reisesicherheit in der Türkei.
  • Auch bei kurzen Aufenthalten sollten Sie sich in die Krisenvorsorgeliste der Konsulate und der Botschaft eintragen.
  • Führen Sie Pässe und Personalausweise stets mit sich und fertigen Sie sicherheitshalber Kopien von allen wichtigen Reisedokumenten an.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen und Orte, an denen sich regelmäßig viele Ausländer aufhalten.
  • Lassen Sie sich in der Öffentlichkeit keinesfalls zu politischen Äußerungen gegen den türkischen Staat verleiten. Äußerungen zur Sympathie mit terroristischen Organisationen oder der politischen Opposition sollten Sie vermeiden.
  • Seien Sie zurückhaltend gegenüber Zufallsbekanntschaften in Bars oder Restaurants.
  • Beschränken Sie die Nutzung des ÖPNV auf das erforderliche Maß.
  • Verzichten Sie darauf, militärische oder andere der Sicherheit dienende Einrichtungen – insbesondere Grenzanlagen – zu fotografieren. Das regelmäßig bestehende Fotografier- beziehungsweise Filmverbot gilt auch dort, wo es nicht als solches kenntlich gemacht wird.
  • Informieren Sie sich über die Lage von Militärsperrgebieten. –Diese dürfen nicht betreten werden, sind jedoch nicht immer eindeutig gekennzeichnet und unterliegen Anpassungen, die sich täglich ändern können. Wenn Sie in eine Region reisen, in der Sperr- und Sicherheitszonen eingerichtet sind, sollten Sie sich diesbezüglich an die Polizei wenden.

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