Reisesicherheit in Tunesien: allgemeine und medizinische Hinweise

Tunesien ist ein Staat in Nordafrika, der mit einer 1.300 Kilometer langen Küste und einem reichen kulturellen Erbe Badeurlauber und Kulturfreunde begeistert. Wenn Sie eine Reise nach Tunesien planen, können Sie sich auf eine Reise voller neuer Eindrücke freuen – vorausgesetzt Sie respektieren die muslimischen Traditionen. Wir verraten Ihnen, welche Hinweise zur Reisesicherheit in Tunesien Sie berücksichtigen sollten, um die Reise in den Norden Afrikas umfassend zu genießen.

Reisesicherheit in Tunesien: Respekt vor Tradition & Glaube

Die Tunesier gelten als freundlich und offen. Um Missverständnissen vorzubeugen, ist es wichtig, Ihnen respektvoll entgegenzutreten – was vor allem bedeutet, ihren Glauben zu akzeptieren. Staatsreligion ist der Islam – 98 Prozent der Bevölkerung sind bekennende Muslime. Ländliche Gegenden sind stärker vom Glauben geprägt als Großstädte wie Tunis oder Ben Arous. Beachten Sie vor allem folgende Gepflogenheiten:

  • Während des Fastenmonats Ramadan ist öffentliches Essen, Trinken und Rauchen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime nicht gestattet – dies gilt auch für das Kauen von Kaugummi.
  • Kleiden Sie sich ruhig leger, aber nicht zu knapp: Kurze Hosen bei Männern und weit ausgeschnittene Dekolletés bei Frauen sind nicht gerne gesehen und in Moscheen gänzlich untersagt.
  • FKK ist in allen Teilen des Landes verboten – ebenso das Baden „oben ohne“.
  • Diskutieren Sie in der Öffentlichkeit nicht unnötig über religiöse und politische Themen. Große emotionale Äußerungen sind in Unterhaltungen ebenso fehl am Platz.
  • Wenn Sie Menschen fotografieren möchten, sollten Sie vorher immer deren Einverständnis einholen..
  • Homosexuelle Handlungen stehen in Tunesien unter Strafe.

Politische Lage: Reisesicherheit in Tunesien

In Tunesien finden regelmäßig sozialökonomisch bedingte Protestbewegungen statt, die besonders im Süden des Landes zu spontanen Straßenblockaden und Auseinandersetzungen führen können. Darüber hinaus besteht ein Risiko für terroristische Anschläge. Die Sicherheitskräfte haben ihre Präsenz an touristischen Orten deshalb verstärkt. Mit kriminellen Übergriffen – mit Anschlägen und Entführungen – ist vor allem im Grenzgebiet zu Algerien und Libyen zu rechnen.

Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie...

  • … wachsam bleiben und sich tagesaktuell über die Entwicklungen im Land auf dem Laufenden halten. Hinweise zur Reisesicherheit in Tunesien liefert Ihnen beispielsweise die Länderinformationsseite des Auswärtigen Amtes.
  • … Menschenansammlungen meiden und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.
  • … von Reisen in die Gebirgsregionen nahe der algerischen Grenze, im Bereich von El Aioun bis Kasserine, absehen.
  • … nicht in das Gebiet südlich beziehungsweise südöstlich der Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur - Douz – Ksar Ghilane – Tataouine bis Zarzis führt, reisen.
  • … keine Touren in entlegene Gebiete der Sahara unternehmen.
  • … im Westen des Landes die Hauptverkehrsrouten möglichst nicht verlassen.
  • … grundsätzlich Nachtfahrten und Nebenstrecken vermeiden, wenn Sie auf Landstraßen unterwegs sind.
  • … sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen, damit im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme möglich ist.

Medizinische Hinweise zur Reisesicherheit in Tunesien

Den Urlaub genießen kann nur, wer gesund ist – und gesund wird nur, wer sich wohlfühlt. Beherzigen Sie deshalb weiterführend folgende Empfehlungen für Ihre Afrika-Reise:

  • Lassen Sie sich vor Urlaubsantritt von einem Reisemediziner beraten – insbesondere dann, wenn Sie Vorerkrankungen haben.
  • Überprüfen Sie Ihren Impfschutz: Neben den Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Instituts empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B und Tollwut. Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei der Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben.
    Weitere Informationen rund um das Thema Reiseimpfung finden Sie hier.
  • Durchfallerkrankungen lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermeiden: Trinken Sie nur Wasser aus sicheren Quellen, zum Beispiel aus zuvor verschlossenen Flaschen, und waschen Sie sich möglichst oft die Hände.

  • Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall ist für jede Reise nach Tunesien zu empfehlen. Die Kosten für ärztliche Behandlungen, einen Krankenhausaufenthalt oder Medikamente sind im Ausland oft höher als in der Heimat. Ohne Auslandskrankenversicherung sind Sie somit unter Umständen geneigt, im Notfall ein staatliches Krankenhaus aufzusuchen. Diese sind in Tunesien oft weitaus schlechter ausgestattet als private Kliniken. Mit einer ELVIA Auslandskrankenversicherung stehen Ihnen die Experten der Gesundheits-Assistance, unserer hauseigenen Notrufzentrale, rund um die Uhr zur Verfügung. Ein Anruf genügt und wir sagen Ihnen, in welches tunesische Krankenhaus Sie in Ihrer Nähe gehen sollten. Zudem werden mit einer ELVIA Auslandskrankenversicherung sowie der enthaltenen Real-Time Notfallkarte die Kosten für die medizinische Behandlung sowie notwendige Medikamente sofort übernommen. Mit der kostenlosen Real-Time Notfallkarte können Sie direkt vor Ort bezahlen und müssen nicht in Vorleistung gehen. Informieren Sie sich hier über eine Auslandskrankenversicherung.

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