Keine Angst vor Terror im Urlaub

Berichte über Attentate in den Medien können einen verunsichern. Sie vermitteln den Eindruck, die Gefahr von Terroranschlägen sei allgegenwärtig. Glücklicherweise ist diese Wahrnehmung jedoch ein wenig verzerrt. Wählen Sie als Reiseziel nicht gerade ein Kriegs- oder Krisengebiet, ist die Gefahr, Opfer eines Terroranschlags zu werden, statistisch gesehen wesentlich geringer als in einen Unfall verwickelt zu werden.

Zumal Sie durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen das Risiko einschränken können. Wir erklären, wo Sie sich über die aktuelle Lage Ihres Reiseziels informieren und was Sie selbst tun können, um im Urlaub ein sicheres Gefühl zu haben. Außerdem erfahren Sie, welche Rechte Sie haben und ob eine Reiserücktrittsversicherung greift, falls an Ihrem Reiseziel ein Attentat stattfindet.

Allgemeine Verhaltenstipps bei Terrorgefahr im Urlaub

Lassen Sie sich vom Terror nicht lähmen. Genießen Sie Ihren Urlaub, handeln dabei aber zu jeder Zeit sicherheitsbewusst und verhalten sich stets entsprechend der sich bietenden Situation:

  • Informieren Sie sich vor und während der Reise über die Verhältnisse im Land.
  • In Ländern mit erhöhter Terrorgefahr wie Ägypten meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen vor Universitäten, staatlichen Einrichtungen und religiösen Stätten.
  • Nehmen Sie beispielsweise in Tunesien nur an geführten Touren teil. Guides kennen die Situation im eigenen Land und können die Lage besser einschätzen.
  • Melden Sie verdächtige Vorgänge wie unbeaufsichtigte Gepäckstücke am Flughafen oder verdächtiges Verhalten von Personen dem Sicherheitspersonal oder der örtlichen Polizei.

Vor der Reise informieren

Zuverlässige, vor allem stets aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in einzelnen Ländern und Regionen liefert Ihnen das Auswärtige Amt. In der Rubrik „Reise und Sicherheit“ sowie den Länderinformationen unter „Außen- und Europapolitik“ finden Sie online zahlreiche Hinweise für Ihre geplante Reise nach Südostasien, Nordafrika oder Lateinamerika.

Terror allein steht dabei nicht im Fokus. Vielmehr sollen Ängste genommen, gleichzeitig zur Sicherheit der Reisenden beigetragen werden. Die Angaben werden gemeinsam mit den Vertretungen vor Ort erstellt, überprüft und in regelmäßigen Abständen aktualisiert. So entstehen unterschiedliche Risikostufen, die sich an den Verhältnissen am Reiseziel orientieren:

  • Für Länder, in denen die gesamte Sicherheitslage prekär ist, werden Teilreisewarnungen oder Reisewarnungen ausgesprochen.
  • Besteht ein erhöhtes Risiko für terroristische Anschläge oder Entführungen, so wird dies in den Länderinformationen aufgeführt.
  • In Ländern und Regionen, in denen bekannte Terrororganisationen aktiv sind oder Sicherheitsvorkehrungen fehlen, ist die Gefahr für einen Anschlag grundsätzlich höher.
  • In Ländern, in denen innenpolitische Spannungen herrschen, klärt die Länderinformation über die Situation auf. Planen Sie einen Türkei-Urlaub, rät Ihnen das Auswärtige Amt beispielsweise ausdrücklich, sich im Vorfeld der Reise über die aktuelle Entwicklung im Land zu informieren. Von Reisen in den Südosten der Türkei, insbesondere in die Grenzregionen zu Syrien und dem Irak, rät es sogar komplett ab.

Sind Sie bei uns versichert, beraten wir Sie auch gerne persönlich zur Situation im Reiseland. Unsere Experten der Gesundheits- und Reise-Assistance informieren Sie zur Gefahr von Unruhen, Terroranschlägen, Naturkatastrophen und allgemeiner Kriminalität.

Tipp

Als deutscher Staatsbürger, der sich im Ausland aufhält, können Sie sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eintragen lassen – auch für kurze Urlaubsreisen. Die Eintragung ist freiwillig, wird aber für manche Länder empfohlen. Anhand der angegebenen Daten kann das Auswärtige Amt in Krisen- und anderen Ausnahmesituationen im jeweiligen Land schnell Verbindung zu Ihnen aufnehmen.

Reiserücktritt wegen Terrorgefahr

Ereignet sich kurz vor Ihrem Urlaub am Reiseziel ein Anschlag, müssen Sie natürlich nicht reisen. Sie können von der Reise zurücktreten. Normalerweise müssen Sie dafür eine Stornogebühr bezahlen – diese richtet sich nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Reiseveranstalters sowie dem Zeitpunkt des Rücktritts. So ist es teurer, wenige Tage vor dem Urlaub die Reise zu stornieren als mehrere Wochen zuvor. Informieren Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter zudem über die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung.

Kostenlos von Ihrer Reise zurücktreten können Sie bei “höherer Gewalt”. Auch eine explizite Reisewarnung des Auswärtigen Amts kann Ihnen einen kostenlosen Reiserücktritt ermöglichen. Bedenken Sie jedoch, dass eine Reisewarnung keine rechtliche Bindung hat. So fällt Terrorgefahr nicht automatisch unter “höhere Gewalt”. Möchten Sie wegen einer möglichen Anschlagsgefahr oder nach Anschlägen Ihren Urlaub stornieren, müssen Sie unter Umständen Gebühren bezahlen.

Unser ELVIA Komplettschutz für eine Reise bietet Ihnen zusätzlich einen Stornoschutz bei Terror. Er greift, wenn sich innerhalb von 30 Tagen vor Ihrer Abreise in einem Umkreis von 100 Kilometern von Ihrer Unterkunft ein Anschlag ereignet.

Bei Terror im Urlaub kommen Sie schnell nach Hause

Verschlechtert sich die Sicherheitslage während Ihres Urlaubs, beispielsweise aufgrund eines Anschlags, haben Sie ein Recht auf einen Rücktransport. Denn für diesen Fall hat Ihr Reiseveranstalter eine Fürsorgepflicht. Er muss Sie schnellstmöglich in Sicherheit – sprich: nach Deutschland – bringen. Zudem muss er Sie von einer Terrorgefahr unterrichten, sobald er davon erfährt. Die bereits vom Veranstalter erbrachten Leistungen müssen Sie in diesem Fall dennoch bezahlen.

Allianz Global Assistance gehört als Reiseversicherungs-Marke von Allianz Partners zu den weltweit führenden Anbietern von Reiseversicherungen und Assistance-Leistungen. Wir stehen unseren Kunden an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung – mit einem weltweiten Netzwerk aus Spezialisten. Unsere jahrzehntelange Erfahrung mit Versicherungsschutz und Assistance-Dienstleistungen aus einer Hand gehört zu unseren Stärken. Deshalb vertrauen jährlich mehr als 250 Millionen Menschen auf unsere Erfahrung und Soforthilfe.